Wintergarten

WintergartenEin Wintergarten ist ein Anbau an das Haupthaus und wird als separater Wohnraum oder Unterbringungsort für Grünpflanzen genutzt. Die Verwendungsart hängt von der jeweiligen Konstruktion und der Wärmedämmung ab. Wintergärten werden grundsätzlich in kalte und warme Wintergärten unterschieden. Der Kaltwintergarten hat lediglich eine Einfachverglasung und eine sehr geringe Wärmedämmung. Aufgrund dessen wird diese Variante eher als Regen- und Windschutz für Pflanzen und Gartenmöbel genutzt. Der unbeheizte Wintergarten kann oft nur im Sommer als Wohnraumerweiterung in Gebrauch genommen werden, wenn die Sonnenstrahlen den Anbau erwärmen. Der warme Wintergarten kann wiederum ganzjährig als eigener Wohnraum verwendet werden, da die Verglasung vollständig der Energieeinsparverordnung entspricht und der Raum beheizt werden kann.

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Ausrichtung von Wintergärten

Die Errichtung von Wintergärten muss immer vom zuständigen Bauamt genehmigt werden und sollte in Absprache mit den Nachbarn erfolgen. Die Ausrichtung des Wintergartens ist entscheidend für dessen Verwendungszweck. Zeigen Wintergärten nach Norden, bekommen die Glasanbauten kaum Sonnenstrahlen ab und sind deshalb relativ kühl. Ist ein Wintergarten nach Osten hin gerichtet, wird er vor allem morgens und in den frühen Mittagsstunden erwärmt. Ein südorientierter Wintergarten hat die meiste Sonneneinstrahlung , die im Sommer zur Überhitzung des Wohnraums führen kann. Daher sollte der Anbau dementsprechend mit Beschattungs- und Belüftungssystemen ausgestattet sein. Wintergärten, die gen Westen zeigen, fangen die letzten Sonnenstrahlen am Nachmittag und frühen Abend ein, die den Glasanbau nachts warm halten.

Materialien und Konstruktion

Für eine Wintergartenkonstruktion können verschiedene Materialien zum Einsatz kommen:

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Glas ist das Hauptelement bei Wintergärten. Je nach Verwendungszwecks ist der Anbau entweder einfach, doppelt oder sogar dreifach verglast. Wärmeschutzverglasung verhindert das ungewollte Abkühlen des Raumes und wird primär bei Wohnwintergärten eingesetzt. Holzwintergärten haben eine natürliche Optik, eine ausgezeichnete Wärmedämmung und halten mindestens 30 Jahre. Allerdings ist der Naturrohstoff sehr pflegeaufwendig und muss etwa alle drei Jahre mit einer Holzschutzlasur behandelt werden. Wintergärten aus Aluminium oder Stahl sind äußerst robust und witterungsbeständig. Um den Wärmeschutz zu verstärken, werden die Hohlkammerprofile mit Dämmmaterialien aufgearbeitet. Kunststoff hat ähnliche Eigenschaften, jedoch liegt der Preis für einen Kunststoffwintergarten weitaus niedriger als bei einem Wintergarten aus Aluminium oder Stahl. Ein Holz-Alu-Wintergarten ist sehr effektiv, da er sowohl die wärmedämmenden Eigenschaften von Holz als auch die Witterungsbeständigkeit von Aluminium vereint. Bei einer solchen Konstruktion liegen die Holzprofile auf der Innen- und die Aluprofile auf der Außenseite. Ein Wintergarten wird in der Regel vom Hersteller montiert und fachgerecht isoliert. Das Unternehmen Schennjesse bietet sogar einen Selbstbausatz für erfahrene Handwerker an, mit dem ein Großteil der Kosten eingespart werden können. Wintergärten variieren im Preis je nach Größe, Konstruktion, Verwendungszweck und Hersteller. Pauschal kann man sagen, dass ein 6 x 4 Meter großer Wohnwintergarten mit einfachem Pultdach etwa 20.000 Euro kostet. Anbauten im viktorianischen Stil oder mit abgewalmten Dach haben einen höheren Preis.

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